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Buchankündigung:
(voraussichtliche Präsentation Ende November 2010)

In den letzten Jahren haben zahlreiche Buch-Neuerscheinungen und Zeitungsberichte das Thema „Zweiter Weltkrieg und die Kämpfe an der Westgrenze“ wieder ins Blickfeld gerückt. Vor allem „The Battle of Hurtgen-Forest“ ging als eine der verlustreichsten Schlachten in die US-Kriegsgeschichte ein. Welche Bedeutung dabei dem Eifelort Lammersdorf und dem Paustenbacher Berg/Höhe 554 für die Abläufe und Geschehnisse im Kampf um den Westwall und die dahinterliegenden Talsperren zukommt, will der Lammersdorfer Heimatforscher und Buchautor H. Jürgen Siebertz in einer neuen Dokumentation darlegen. Aufgrund detaillierter Berichte ehemaliger US-Kriegsteilnehmer können zahlreiche Angaben nun ergänzt bzw. richtiggestellt werden.
Lammersdorf - an der direkten Verbindungsstraße zwischen den hart umkämpften Orten Simmerath und Germeter gelegen - befand sich vollständig in amerikanischer Hand. 180 Tage lang wurde Lammersdorf Zielscheibe deutscher Granaten und Bomben. Schätzungen zufolge schlugen ca. 5.000 – 6.000 Granaten in Lammersdorf ein. Kaum ein Haus, Stallung oder Scheune blieb von den Kriegsschäden verschont. Überall klaffen große Löcher in den Dächern, die zum Teil noch mit Roggenstroh gedeckt waren und rasch in Flammen aufgingen. Geplatzte Hauswände und herausgerissene Fenster, Türen und Fußböden waren in fast jedem Haus anzutreffen. Nach einer 1948 durchgeführten amtlichen Feststellung wurden in Lammersdorf 267 Häuser und Wohnungen komplett- oder teilzerstört, verwüstet und langfristig unbewohnbar gemacht.
Es waren die Soldaten des 39.U.S. Infantry Regiments der 9.U.S. Infantry Division, die am Morgen des 14. September 1944 mit großem Getöse in die Idylle des kleinen Dorfes am Rande des Hohen Venns einfielen. Knapp hundert Meter vor der Ortsgrenze sprachen die Waffen. Mit Brachialgewalt verschafften sich die alliierten Soldaten Zugang zu Häusern, Ställen und Schuppen. Panzerketten zermahlten die Wiesen und Felder und die Früchte der noch nicht abgeernteten Gärten, die man für den bevorstehenden Winter dringend benötigte, wurden vernichtet. An vielen Stellen brannten Wohnhäuser, Scheunen und Stallungen; überall versuchten die Menschen, ihre Habseligkeiten zu retten. Als am Bahndamm eine Granate explodierte und ein amerikanischer Panzerkommandant schwer verletzt wurde, ergriffen die GI´s kurzerhand den Lammersdorfer Bahnbeamten Leonhard J., da sie ihn für den Täter hielten. Obwohl er seine Unschuld beteuerte, wurde er von einem Erschießungskommando an die Wand gestellt. Er trug bereits eine Binde vor den Augen, als ein polnischer Zwangsarbeiter über die Eisenbahnschienen zum Bahnhof eilte und den Soldaten in letzter Sekunde klarmachen konnte, daß Leonhard Johnen ein unbescholtener Mann aus dem Dorf war, der mit den Kriegshandlungen nichts zu tun hatte.
(wird fortgesetzt).
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