line
Lammersdorf_Kirche
Lammersdorf
lammersdorf_online
Auf einen Klick
Home
Aktuell
Zeitgeschehen
Aktionen
EigenePublikationen
Archiv
Foto
AndereArchive
AnderePublikationen
Person
Kontakt
Links
Haftung
Copyright
 

Aktionen

Zum Thema „Besenbinder-Denkmal in Lammersdorf“

                                                     Lammersdorf, den 04. Dezember 2007

Verehrte Freunde der Lammersdorfer Heimatgeschichte,
vor ca. einem Jahr habe ich mich für die Errichtung eines Besenbinder- Denkmals auf dem Lammersdorfer Dorfplatz eingesetzt.  Rasch fand ich für das Vorhaben eine Zustimmung innerhalb der Bürgerschaft. Neben der Firma Junker erklärten sich auch private Geldgeber bereit, das Denkmal zu finanzieren. Auch die Sparkasse Aachen stellte eine finanzielle Unterstützung in Aussicht und bat um Einreichung eines entsprechenden Antrags.

Dieser Antrag kann aus verständlichen Gründen nicht von einer Privatperson, sondern nur  in Trägerschaft eines als gemeinnützig anerkannten Vereins, der die kulturelle Förderung in seiner Satzung verankert hat, gestellt werden. Damit kam ich als Antragsteller nicht in Frage und mußte die Angelegenheit in andere Hände legen. Ich setzte mich mit dem Lammersdorfer Ortskartell in Verbindung und bat um Fortführung der Aktivitäten.

Ich bin zuversichtlich, daß in diesem Gremium alle entsprechenden Maßnahmen getroffen werden, um in naher Zukunft unseren Ort durch das Besenbinder-Denkmal als Wahrzeichen zu repräsentieren.

Für das in mich gesetzte Vertrauen und Ihre Bereitschaft, Geld für diesen guten Zweck zu spenden, möchte ich mich herzlich bedanken.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie eine schöne Adventzeit und ein frohes Weihnachtsfest.

Ihr
H. Jürgen Siebertz

 

Bericht in den Eifeler Nachrichten vom 11.04.07 neu

besenbinder1

besenbinder2

Wohin man auch hört: Alle finden die Idee gut. Ein Denkmal, das symbolisch auf das frühere Besenbinder-Handwerk in Lammersdorf hinweist, wäre ja prima – aber wie könnte man es realisieren? Zum Stand der Dinge:

Ich habe unserem Ortsvorsteher Manfred Offermann vorgeschlagen, die Angelegenheit einmal im Ortskartell zu diskutieren. Vielleicht findet die Idee auch dort entsprechende Unterstützung.

Weiterhin habe ich Kontakt  mit der Geschäftsleitung der Firma Junker aufgenommen. Leider wird dort nur Edelstahl gegossen.

Es gibt sicherlich auch noch weitere Möglichkeiten, das Denkmal zu realisieren. Ich könnte mir auch gut vorstellen, daß es Mitbürger gibt, die hier eine großzügige Spende einbringen würden. Die Abwicklung könnte dann über einen bereits bestehenden, eingetragenen Verein abgewickelt werden (Spendenquittungen ausstellen).

Falls Sie – verehrte Heimatfreunde – eine konstruktive Idee haben, die unsere Sache etwas weiterbringen könnte, wäre ich Ihnen für einen Tipp (gerne vertraulich) sehr dankbar.
Es wäre mir unangenehm, wenn ich mit einer Sammelbüchse durch das Dorf ziehen müßte...

 

Wir sind die „Bessemsbönger“!

Vor allem in der Karnevalszeit  werden wir Lammersdorfer gerne als „die Bessemsbönger“ (oder „Bessemsbenger“) bezeichnet. Ich habe mich oft gefragt,  wer wohl der Urheber dieser mundartlichen  Wortschöpfung  sein könnte.  War es Pfarrer Schall, der bekanntlich den karnevalistischen Lammersdorfer Frohsinn in geordnete Bahnen lenkte und den kostümierten „Jecken“ diesen Namen verpaßte? Oder waren es die „Laimischter“ Narren selbst, die im Bemühen um eine dörfliche Kennzeichnung bzw. eine karnevalistische Identifikation  den Namen „Bessemsbönger“ für sich erfanden?  Genau wissen wir das nicht.
Vielleicht haben ja die  Lammersdorfer in früheren Zeiten wirklich ihr Geld mit der Herstellung oder dem Verkauf von Reisigbesen verdient. Dann könnte es ja auch durchaus sein, daß die Lammersdorfer Besen auf  den Eifel-Märkten verkauft wurden oder fahrende Händler den „Laimischter Bessem“ in ihrem Angebot führten. War der Besen „Made in Lammersdorf“ vielleicht berühmter, als wir alle denken? – Auch das kann sicher niemand so richtig beantworten. Bleibt also die Annahme, daß die Lammersdorfer, die früher dicht am Vennrand wohnten, sich mit der Herstellung von guten  Reisigbesen auch über die Dorfgrenzen hinaus einen Namen machten.
Nun – inzwischen haben wir Lammersdorfer uns längst mit dieser Bezeichnung abgefunden – und mehr noch: Wir haben uns mit dieser Namensgebung solidarisiert. Wir, die Lammersdorfer,  sind das Dorf der  „Bessemsbönger“ - und das wollen wir auch bleiben!

Denkmal-farbe Besenbinder-relief

Hier könnte das Denkmal stehen.

Denkmal

 

Wie spricht man das Wort „Besenbinder“ in „Laimischter Platt“ aus?

Wir, die Lammersdorfer, werden häufig als das Dorf der Besenbinder bezeichnet. Im Plattdeutschen ist dann vom  „Bessemsbönger“ die Rede. Die richtige Aussprache ist gar nicht so einfach. Im Lammersdorfer Oberdorf, also ungefähr ab der Bahnlinie in Richtung Fringshaus, sagte man früher „Bessemsbönger“ – also in der zweiten Worthälfte mit einem „ö“ wie im Wort „König“. Je weiter man sich in Richtung Unterdorf und damit nach Simmerath bewegte,  sagte man „Bessemsbenger“, also das „bengen“ mit „e“ gesprochen.
 
Es wird noch etwas komplizierter, denn Einflüsse aus dem Rollesbroicher Raum brachten den Lammersdorfern im Wortteil „Bessem“ ebenfalls eine andere Aussprache. Abgesehen davon, daß manche „Laimischter“ auch hier gerne ein „ö“ verwenden („Bössem“), so heißt der Besen in der Rollesbroicher Mundart  „Böjssem“ – wobei zur richtigen Aussprache der Unterkiefer etwas nach vorn verschoben werden muß.

Auch andere Dörfer haben einen Besenbinder!

"Besenbinder" wurden die Völkersbacher genannt durch die große Anzahl von Besenbindern, die in den vergangenen Jahrhunderten im Ort tätig gewesen sind. Die Besen wurden meistens aus Ginster oder Birkenreisig für den Eigenbedarf, aber auch zum Verkauf gebunden. Sie wurden hautpsächlich dafür benötigt, den Hof oder den Stall auszufegen. Die Tradition dieses Handwerks als Haupterwerb im Ort zu pflegen, brachte so im Laufe der Zeit dem ganzen Ort den Uz(Über)namen "Besebinder"ein.
Die Besenbinder-Skulptur wird anlässlich des 750-jährigen Jubiläums des Ortsteils Völkersbach am Sonntag, 07. März 2004 um 10.00 Uhr feierlich übergeben.
Gestiftet wurde die Skulptur von der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe. Anschließend findet um 10.30 Uhr das offizielle Jubiläumsbankett im Klosterhof Völkersbach statt.

Besenbinder-Voelkerbach

Quelle: http://www.voelkersbach.de/besenbinder.html

Links zu weiteren Besenbinder-Dörfern:

http://www.voelkersbach.de/besenbinder.html

http://www.besenbinder.de/Home/home.htm

http://www.besenbinderfasching.de/

http://www.bndlg.de/~svaschbe/Intel/Besenbinder.htm