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Eigene Publikationen
Buch 1 :
„Rette sich – wer kann“ – Der 2. Weltkrieg in Lammersdorf/Eifel
(Dokumentation)

Erschienen im Oktober 2005 im Helios-Verlag, Aachen, ISBN 3-938208-08-2,
184 Fotos – 228 Seiten - Verkaufspreis: 19,90 €
Zum Inhalt:
-
Vorwort
- Kurzbeschreibung des Kriegsverlaufs sowie die Lage an der Westfront
vor dem
Einmarsch in Lammersdorf am 14. September 1944
- Der Westwall: Klug erdacht - schnell gemacht – nichts gebracht
- Die Amerikaner kommen!
- Evakuierung und Flucht in die Wälder
- Rette sich – wer kann!
- In der Falle!
- Deutsche schießen auf Lammersdorf
- Knapp vorbei: Die Ardennen-Offensive
- Die Lage am 31. Dezember 1944
- Leben in Matsch und Schlamm
- Mit Mut und Gottvertrauen in die neue Zukunft
- Schicksals- und Augenzeugenberichte von Lammersdorfer Einwohnern
- Durch Kriegseinwirkungen gestorben oder vermißt (Namensliste)
- Helfer in schwerer Zeit (Pastor Schall und Johann Radermacher zum Gedenken)
- Die Belgier sind da!
- Erwünscht: Die Minensucher
- Berichte von Kriegsgefangenen aus Lammersdorf
- Was in den Nachbarorten geschah
Dazu eine Buchbesprechung in „Das Monschauer Land – Jahrbuch 2006“, Seite 159/160:
Unter den zahlreichen Veröffentlichungen, die in den letzten beiden Jahren zum Gedenken an die Schlacht im Hürtgenwald und an das Ende des 2. Weltkrieges erschienen sind, nimmt das von H.Jürgen Siebertz herausgegebene, reich bebilderte Buch eine Sonderstellung ein. Ihm geht es nicht darum, anhand von Dokumenten oder Armeeberichten das militärische Geschehen in seinem Heimatort Lammersdorf darzustellen. Stattdessen steht bei ihm das Schicksal der Bevölkerung im Vordergrund. Gerade darin liegt die besondere Bedeutung seiner Arbeit, nicht nur im Hinblick auf die Geschichte Lammersdorfs, sondern für das gesamte Monschauer Land.
Dem Leser fällt es schwer, die ansonsten bei Sachbüchern mögliche Distanz zum Geschilderten zu wahren. Die lebendigen Darstellungen beziehen ihn vielmehr unmittelbar in das Geschehen ein. „Rette sich – wer kann“ ist ein Buch, das betroffen macht.
Zu Beginn geht Siebertz kurz auf die Vereinnahmung des Menschen durch den NS-Staat und auf die verheerenden Folgen des Krieges ein. Anschließend gibt er zur allgemeinen Orientierung eine tabellarische Übersicht über den Kriegsverlauf an der Westfront vor dem Einmarsch der alliierten Truppen. Ein weiterer Abschnitt ist dem Westwall und seinen Anlagen gewidmet, die heute noch das Erscheinungsbild Lammersdorfs mitprägen. Der erste Hauptteil befaßt sich mit den Ereignissen in und um Lammersdorf. Als Raster dienen zwei Tagebücher aus der Zeit zwischen September 1944 und Januar 1946. Ergänzt werden sie neben ausgewählten Textstellen aus der bisher vorliegenden Literatur vor allem durch die Berichte von Augenzeugen.
Mit dem Einmarsch der Amerikaner am 14. September 1944 ist der Krieg endgültig auch nach Lammersdorf gekommen. Diejenigen, die dem Evakuierungsbefehl nicht gefolgt sind, erleben das Ereignis in den Kellern der Häuser. Die Besetzung geht im Vergleich zu anderen Orten des Monschauer Landes zügig vonstatten. Nach kurzen Kämpfen kann die Wehrmacht aus dem Ort vertrieben werden. Doch damit ist für das Dorf der Krieg keineswegs vorbei. Ja, er fängt gerade erst an. Rund 300 Menschen sitzen in der Falle. Der Tod, der jetzt auch in Lammersdorf seine Ernte hält, kommt von deutscher Seite. Bis Februar 1945 gehen mindestens 3.000 Granaten nieder. Die Personen, die hier zu Wort kommen, berichten vom Sterben ihrer Angehörigen, vom Leben im Keller und unter amerikanischer Besatzung, von der Zerstörungen oder von der Kartoffelernte während der Kampfpausen.
Ab Januar versuchen die Lammersdorfer „mit Mut und Gottvertrauen“ so etwas wie Normalität in ihr Leben zu bringen. Ende April wohnen die meisten wieder in ihren Häusern, in der Firma Junker wird wieder gearbeitet, die Gottesdienste finden wieder in der Kirche statt. Dennoch ist der Krieg allgegenwärtig.
Der zweite, umfangreichere Hauptteil besteht ausschließlich aus den Darstellungen von Zeitzeugen. Über 100 Personen hat Siebertz befragt. Die oft sehr emotionalen Schilderungen zeichnen ein authentisches, erschütterndes Bild ihrer Erlebnisse während der Evakuierung und über die dramatischen Szenen, die sich im Dorf abgespielt haben. Dazu gesellen sich die Erinnerungen von Lammersdorfer Soldaten an die Zeit ihrer Kriegsgefangenschaft.
Siebertz vergißt auch nicht, die „Helfer in schwerer Zeit“, Pfarrer Peter Schall und Johann Radermacher, zu würdigen und aller durch Kriegseinwirkungen Gestorbenen und Vermißten zu gedenken.
Mit dem Einzug belgischer Soldaten Mitte Mai 1945 und der Arbeit der Minensucher von August 1945 bis August 1947 enden die Augenzeugenberichte.
Den Schluß des Buches bildet eine Übersicht über die Geschehnisse in den Nachbarorten während der Kriegshandlungen.
Siebertz versteht sein Buch als eine „Verneigung vor allen Menschen, die durch die Auswirkungen des 2. Weltkrieges ihr Leben verloren oder durch psychische bzw. physische Verletzungen nachhaltig beeinträchtigt wurden. „Rette sich – wer kann“ wird bei allen, die diese Zeit selbst miterlebt haben – in Lammersdorf oder einem der vielen Orte des Nordeifeler Kampfgebietes -, die eigenen Erlebnisse wieder in Erinnerung rufen. Vor allem aber widmet Siebertz sein Buch den nachgeborenen Generationen „in der Hoffnung, daß sie niemals ihren Glauben an Freiheit und Demokratie aufgeben mögen.“ (Dr. Bernd Läufer)
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Buch 2:
„Schwellmänn, Trevvel und Makkei“
Die Nachkriegsjahre in Lammersdorf/Eifel

Erschienen im Helios-Verlag, Aachen, ISBN – 10: 3-938208-25-2, ISBN-13: 978-3-938208-25-0,
264 Seiten - 250 Fotos – Verkaufspreis 21,50 €
Übersicht:
- 01 Vorwort
- 02 Die allgemeine Lage in Deutschland und der Welt nach dem 2. Weltkrieg
- 03 Die Kriegsereignisse in Lammersdorf /Eifel (Kurzfassung)
- Herbst 1944: Die Zeit des Rosenkranzes
- Winter 1944/45: Am Rande der Ardennen-Offensive
- 04 Die Zeit zwischen Krieg und Frieden
- Frühjahr 1945
- 05 Das Jahr 1945 (vom 08. Mai bis zum Jahresende)
- Wo sind die Männer geblieben?
- Heimkehrer berichten
- Die “Selbermacher“ und das große Tauschen
- „Schwellmänn, Trevvel und Makkei“
- Lebensmittelkarten und Bezugsscheine
- Die Zollschranke in Lammersdorf
- 10. Juli 1945: Franz Hilgers kehrt in die Heimat zurück
- August 1945: Die Minensucher sind da
- 01. September 1945: Die Schule hat begonnen
- 08. September 1945: Die Bergung der letzten Gefallenen in Lammersdorf
- 02. September 1945: Belgische Gebietsansprüche
- Oktober 1945: Lammersdorfer Holz für belgische Zechen
- Oktober 1945: Die „Böischhexen“ kommen!
- Was 1945 sonst noch geschah...
- 06 Das Jahr 1946
- 03. Januar 1946: Die Oberklasse darf auch wieder zur Schule gehen - 08. April 1946: Die Invasion der Kartoffelkäfer
- 19. April 1946 - Karfreitag: „Die Glocken fliegen wieder nach Rom“
- 28. April 1946: Einschulung der Geburtsjahrgänge 1939/40 (im Café Prümmer)
- Mai 1946: Der Kirchturm wird repariert
- Mai 1946: Endlich: Ein Arzt für Lammersdorf
- 20. Juni 1946: Erstes Fronleichnamsfest
- Juli 1946: Josef Strauch wird der neue Küster
- September 1946: Auferstanden: Demokratische Parteien
- 30. Oktober 1946: Die Schulspeisung beginnt
- 08. November 1946: Fringshaus brennt!
- Dezember 1946: Die ersten Heimatvertriebenen sind angekommen
- Seelentröster „Knolly Brandy”
- Die Versorgungslage am 31. Dezember 1946
- An den Kriegsfolgen verstorben
- Was 1946 sonst noch geschah...
- 07 Das Jahr 1947
- 20. Januar 1947: Wiedereinzug in das alte Schulgebäude
- 29. März 1947: TUS Lammersdorf ist wieder am Ball
- Frühjahr 1947: Materialzuteilungen für die Schule
- Frühjahr 1947: Rieck - LKW versinkt in den Fluten
- 13. April 1947: Erste Kinderkommunion nach dem Krieg
- 15. April 1947: Einschulung der Geburtsjahrgänge 1940/41
- 24. April 1947: „Strohdachsiedlung“ in Flammen
- Mai 1947: Ausgedient: Das NS-Jugendheim auf der Ley
- 01. Juni 1947: Lehrer Heinz Labus kommt
- 17. Juni 1947: Weitere Heimatvertriebene kommen
- 22. Juni 1947: Eklat auf der Kirmes
- August 1947: Venn und Wälder brennen
- „Mocca Turc“ und „Schwarze Katz“ - Die Schmuggelzeit in Lammersdorf
- Was 1947 sonst noch geschah...
- 08 Das Jahr 1948
- 15. Februar 1948: Lieder- und Musikabend der TUS Lammersdorf – Jugendabteilung - 05. April 1948: Einschulung der Geburtsjahrgänge 1941/42
- 06. Mai 1948: Kinderkommunion auf Christi Himmelfahrt
- 01. Mai 1948: Die Polizeistation in der Bahnhofstraße
- 27. Mai 1948: Fronleichnamsfest
- 20. Juni 1948: Kirmes im Sägewerk Mertens - Emil Offermann ist Schützenkönig
- 20. Juni 1948: Die Währungsreform ist da
- 06. Juli 1948: Die erste Firmung nach dem Krieg
- Juli 1948: TUS Lammersdorf gewinnt den Pokal
- Oktober 1948: Weitere Heimatvertriebene kommen nach Lammersdorf
- 16. November 1948: Lehrer Abel von der Gracht kommt
- Was 1948 sonst noch geschah...
- 09 Das Jahr 1949
- 15. Februar 1949: Großbrand in der Firma Junker
- 28. Februar 1949 – Rosenmontag: Wir feiern wieder Karneval!
- März –April 1949: Belgische Gebiets-Ansprüche
- 18. April 1949 – Ostermontag: Kinderkommunion
- 23. April 1949: Einschulung der Geburtsjahrgänge 1942/43
- April 1949: Der TUS Lammersdorf tritt jetzt auch mit Zweit- und Jugendmannschaft an
- 16. Juni 1949: Fronleichnamsfest
- 26. Juni 1949: Kirmes - Johann Radermacher ist Schützenkönig
- 11. Juli 1949: Lammersdorfer Bürger von Zöllner hinterrücks erschossen
- 09. Oktober 1949: Erster Erntedankzug nach dem Krieg
- 18. Dezember 1949: Weihnachtsfeier im Saal Wirtz
- Was 1949 sonst noch geschah...
- 10 Das Jahr 1950
- 20. Februar 1950 – Rosenmontag: Der neue Prinz heißt Josef II. (Stollenwerk)
- 17. April 1950: Lehrer Georg Teller kommt
- 17. April 1950: Die evangelischen Kinder erhalten eine eigene Schule
- 17. April 1950: Einschulung der Geburtsjahrgänge 1943/44
- Juni 1950: Der TUS Lammersdorf ist nicht zu stoppen
- 25. Juni 1950 – Kirmes Josef Strauch jun. ist der neue Schützenkönig!
- 06. August 1950: Schüler der Oberklasse suchen Munitionsrückstände
- 08. Oktober 1950: Erntedankfest
- Was 1950 sonst noch geschah...
- 11 Wir Nachkriegskinder (Teil I)
- 12 Aufbruch in eine andere Zeit
- 13 Danke!
- 14 Quellenangaben
- Literaturverzeichnis
- Fotoverzeichnis
- Internetverzeichnis
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Buch 3:
„Alles in Butter“ – Chronik der 50er Jahre in Lammersdorf/ Eifel

Endlich sind die Jahre der Entbehrung und der Not, die durch den verheerenden 2. Weltkrieg verursacht wurden, vorüber. Jetzt gibt es nur noch eine Richtung: Vorwärts!
Jetzt, wo nach Jahren zum ersten Mal „richtig Geld verdient wird“, kann nach Herzenslust gekauft und angeschafft werden. Waren gibt es in Hülle und Fülle und die Omnibusse von Post, Bahn oder „Taeter“ bringen täglich hunderte „Nachholbedürftige“ in die Städte. Ein fast beängstigender Optimismus hat die dumpfe, schuldbewußte Nachkriegs-Lebenseinstellung der Deutschen verdrängt. Wir sind wieder da! Eine Euphorie braust durch das Land der Nierentische und Neonröhren.
Spätestens seit der gewonnenen Fußball-Weltmeisterschaft im Jahre 1954 geht der deutsche
„Otto Normalverbraucher“ wieder aufrecht. Der wirtschaftliche Aufschwung schafft Selbstbewußtsein und volle Kassen. Ein neuer Begriff wird geboren: „Gastarbeiter“. Wir schaffen es nicht mehr alleine. Vor allem die ungeliebten Arbeiten wie Straßenreinigung, Müllabfuhr, Toilettendienste usw. werden von Millionen Südländern dankbar übernommen.
Geht es Deutschland schon zu gut?
Argwöhnisch beobachten uns die Nachbarn. Aber wen stört das schon. Gerade hat der 1949 gewählte Bundespräsident, Prof. Theodor Heuss, noch gesagt: „Nie wieder Soldaten, nie wieder Krieg“ – da werden schon wieder Uniformen für die neue deutsche Bundeswehr geschneidert.
Auch im kleinen, ehemals beschaulichen Eifelort Lammersdorf, läßt sich der Fortschritt nicht aufhalten. Immer mehr Landwirte gehen dazu über, in der „Firma“, wie der expandierende Industriebetrieb von Otto Junker hier genannt wird, eine Tätigkeit als Hilfsarbeiter anzunehmen. Wo gestern sieben oder acht Kühe für den Lebensunterhalt sorgten, stehen die Ställe oft leer. Wenn einer fragt, wie´s denn so geht, gibt es meist nur eine Antwort: „Alles in Butter!“ Jeder versucht nach besten Kräften, am allgemeinen Aufschwung teilzunehmen. „Laßt uns leben, laßt uns singen...“ lautet auch hier das Motto. Im „Wirtschaftswunderland“ ist alles möglich – man muß es sich nur nehmen.
Das Leben in der Dorfgemeinschaft nimmt einen radikalen Aufschwung. Traditionsbewußte Vereine werden frisch aufpoliert und neue Gruppierungen geboren. Die Geschäfte und Handwerksbetriebe halten Hausputz, denn neue Apparaturen und arbeitssparende Maschinen stehen bereit. Ein bislang kaum bekannter Werkstoff revolutioniert die Haushalte: der „Kunststoff.“ Jetzt werden auch die letzten Messingkannen und Tongefäße auf die Kippe gefahren! Wo es nur irgendwie machbar ist, werden Holz und Metall durch Plastik ersetzt.
Aber – es gibt auch noch etwas anderes, das man nicht kaufen kann. Es ist die Zeit der Individuen! Da gibt es einen „Köllsches-Petter“, einen „Schrotte-Franz“, einen Mann, den man „Pudding“ nennt und einen „Tüte-Richard“, eine „Chrestendrückde-Berta“, einen „Bejssel“ und den „Jöake Werner“. Das ganze Dorf ist voller Originale. Und es gibt noch immer das sonntägliche Hochamt, die Ohrenbeichte und die Wachsamkeit des Herrn Pastors...
Buch 4:
„Die Blütezeit“
Industrie, Handwerk und Geschäftsleben in Lammersdorf/ Eifel

Hätten Sie gedacht, daß es in den 50er Jahren mehr als 60 Handwerks- und Geschäftsbetriebe in Lammersdorf gab?
Es läßt sich wahrscheinlich nicht mehr feststellen, wann in Lammersdorf die ersten Geschäfte entstanden sind. Fest steht, daß es in Lammersdorf bereits vor 1900 einige Handlungen gab, z.B. in der „Nölestroß“ (Bergstraße), im „Pittches Jähsje“(Kirchgasse), in der „Hauptstroß“ (Kirchstraße). Auch Gastwirte verkauften Lebensmittel an die Einwohner von Lammersdorf.Natürlich versorgten sich die Menschen vorrangig aus dem eigenen Garten und allem, was die Landwirtschaft zu bieten hatte. Manche, die weniger begütert waren, deckten ihren Bedarf an Fleisch und anderen Lebensmitteln auch aus der freien Natur (Beeren- und Wildfrüchtesammler, Fallensteller usw.) Andere Dinge des täglichen Gebrauchs, wie Stoffe, Wirkwaren, Schuhe, Bürsten, Waschmittel, Zucker, Salz usw. wurden bei umherziehenden Händlern gekauft.
Eine wesentlich längere Tradition hat das Handwerk in Lammersdorf. Schmiede, Stellmacher und andere Berufe waren hier schon seit Jahrhunderten ansässig.
Nach dem 1. Weltkrieg und überstandener Inflationszeit blühte das Dorf auf und viele neue Geschäfte und Handwerksbetriebe entstanden.
Der 2.Weltkrieg machte alles zunichte, was fleißige Hände geschaffen hatten. Der Neubeginn war sehr beschwerlich, doch nach der Währungsreform eröffneten wiederum eine Vielzahl von Geschäften und Handwerksbetrieben ihre Pforten.
Bei der nachfolgenden Vorstellung der Lammersdorfer Geschäftswelt muß bedacht werden, daß es manchmal zu Besitzwechseln oder zu Verpachtungen kam (z.B. verkaufte Johann Mertens (Dorfname „Mertens Männ“) in den 50er Jahren seine Gastwirtschaft an die Brauerei Ketschenburg, die das Hotel und die Wirtschaft wiederum an verschiedene Personen vermietete). Andere Geschäfte wurden erst im Laufe der 50er Jahre eingerichtet. Sonderstellungen nehmen der Industriebetrieb von Otto Junker und der Großhandelsbetrieb von Heinz Rieck ein. Sie werden deshalb gesondert aufgeführt.
Einzelhandel und Handwerksbetriebe:
Bäckerei Andreas Lauscher, Kirchstraße
Bäckerei Heinrich Erkens, Kirchstraße
Bäckerei Johann Giesen, Kirchstraße
Bäckerei Johann Prümmer, Kirchstraße
Bäckerei Josef Jacobs, Kirchstraße
Bauunternehmung August Strauch, Im Pohl
Bauunternehmung Jean Dreuw, Junkerstraße
Blumenhandel Friedrich Merten, Kirchstraße
Brennholzsägerei Alois Graf, Sonntagsstraße
Brennstoffhandlung Georg Genter, Sonntagsstraße
Brennstoffhandlung Martin Offermann, Kirchstraße
Eisgeschäft Maria Kalls, Bahnhofstraße
Elektrobedarf Josef Heyen, Kirchstraße
Elektrobedarf Joseph Wilden, (Funk- Jupp) Sonntagsstraße
Elektrohandel Friedhelm von der Bracke, Kirchstraße
Forstwirtschaft Josef Stollenwerk, (Pidde Jupp) Bahnhofstraße
Friseursalon und Drogerie Alois Mertens, Kirchstraße Futtermittelhandel Emil Genter, Lammersdorf
Gastwirtschaft Breuer/Johnen, Bahnhofstraße
Gastwirtschaft Engelbert Kreitz, Kirchstraße
Gastwirtschaft Hubert Wirtz, Kirchstraße
Gastwirtschaft Josef Mertens, Bahnhofstraße
Gastwirtschaft Josef Genter, Kirchstraße
Geflügelzucht Johann Mohr, Im Venn
Geflügelzucht Rudi Völl, Hoscheiter Straße
Lebensmittelgeschäft Berta Kreitz, Kirchstraße
Lebensmittelgeschäft Geschwister Jansen, Bahnhofstraße
Lebensmittelgeschäft Irmgard Genter, Kirchstraße
Lebensmittelgeschäft Mechtilde Offermann, Sonntagsstraße
Malerbetrieb Hermann Goldau, Kirchstraße
Malerbetrieb Johann Baptist Siebertz, Kirchstraße
Malerbetrieb Willi Groß, Kirchstraße
Metzgerei Johann Radermacher, Kirchstraße
Repassierbetrieb Anni Schepers, Bahnhofstraße
Sägewerk Karl Mertens, Sonntagsstraße
Sanitärbetrieb Josef Coppeneur, Kirchstraße
Schlosserei Rudolf Lutterbach, Im Pohl
Schmiede Josef Jansen, Bergstraße
Schneiderei Cornel Sengersdorf, Bergstraße
Schneiderei Franz Neuß, Kirchstraße
Schneiderei Fritz Huppertz, Sonntagsstraße
Schneiderei Maria Schmitz, Krämerstraße
Schneiderei Maria Stollenwerk, Schießgasse
Schreib- und Kurzwarenwaren Erika Siebertz, Kirchstraße
Schreib- und Tabakwaren Eugen Kettenis, Kirchstraße
Schreinerei Alfons Titz, Bergstraße
Schreinerei Helmut Breuer, Im Pohl
Schreinerei Josef Nießen, Sonntagsstraße
Schreinerei Josef Radermacher, Krämerstraße
Schreinerei Peter Esser, Kirchstraße
Schusterei Hermann Genter, Krämerstraße
Schusterei Johann Mohr, Kirchstraße
Schusterei Willi Bongard, Kirchstraße
Straßenbau Josef Wilden, Krämerstraße
Tankstelle August Haas, Kirchstraße
Tankstelle Oswald Jansen, Bergstraße
Textilwaren Sibylle Neuss, Kirchstraße
Transportunternehmen Emil Offermann, Sonntagsstraße
Transportunternehmen Josef Genter, Kirchstraße
Transportunternehmen Martin Offermann, Kirchstraße
Wäscherei Henny Koll, Schießgasse
Weberei Alfred Giesen, Im Venn
Buch 5:

Verehrte Freunde der Lammersdorfer Heimatgeschichte,
der 1. Bildband über Alt-Lammersdorf ist eingetroffen und wird am 15. November 2008 in einer kleinen Feierstunde der Öffentlichkeit vorgestellt. Das 230 Fotos umfassende Werk
„Das war Lammersdorf“
Von den Anfängen bis in die 1920er Jahre
Bildband I
ist also somit rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest erhältlich. Wenn Sie Lust haben, klicken Sie einfach in die Menüzeile Fotodokumentation und nehmen Sie sich etwas Ruhe und Zeit, um vorab einige der vielen großformatigen Bilder, gedruckt auf erstklassigem Glanzpapier, kennenzulernen. Für eine Themenübersicht klicken Sie bitte hier.
Wenn Sie möchten, werden wir Ihr Buch auch gerne mit einer persönlichen Widmung versehen. Sie erreichen uns telefonisch unter 02473 – 7917 bzw. 02473 – 6976 oder per Email juergen.siebertz@gmx.de oder B.und.E.Laeufer@t-online.de
Der Verkaufspreis beträgt 22,50 €.
Buch 6:

Hier einige Fotos aus dem neuen Bildband II:
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An Breuers Eck 1946 |
Bahnhof |
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Beerdigung Gastwirt Breuer |
Läufers Haus erhält einen neuen Dachstuhl |
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HJ-Heim |
Hochzeit Josef und Luise Johnen |
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Die Frauen an Otto Junkers Seite |
Junkersiedlung |
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Bau des Junker-Mehrfamilienhauses |
Kevelaer-Prozession |
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Lammersdorfer Grenzwachtsoldaten |
Weihnachtskarte vor 1950 |
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Gute Freunde |
Als es noch keinen Karnevalsverein gab |
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Schützenverein 1930/31 |
TuS Lammersdorf Ende der 1930er Jahre |
Inhaltsangabe zum Bildband II "Das war Lammersdorf - die 1930er und 1940er Jahre"
Übersicht
Vorwort
Typisch Lammersdorf!
Fotos aus den 1930er und 1940er Jahren
Ein Dorfspaziergang
Ortsansichten
Wohn- und Geschäftshäuser
Neubauten aus Abrissen: Häuser aus dem Rurtal
Die Junkersiedlung
Die Domäne
Die katholische Pfarrkirche
Die evangelische Kapelle
Der Lammersdorfer Bahnhof
Das Hitlerjugend-Heim „Auf der Ley“
Der Westwall im Abschnitt Lammersdorf
Die Kalltalsperre
Die weitere Entwicklung der Firma Otto Junker GmbH
Die katholische Kirchengemeinde
Pfarrer Peter Schall
Die Kirchendiener
Der Kirchenchor
Der Kirchenvorstand
Das Leben in der katholischen Pfarrgemeinde
Das Leben in der evangelischen Gemeinde Lammersdorf
Das Schulleben
Die katholische Volksschule
Die evangelische Volksschule
Das Vereinsleben und andere Gruppen
Die „Blasmusik“
Die „Karnevalsfreunde“
Der „Schützenverein“
Der TuS Lammersdorf
Der „Kriegerverein“
Der „Theaterverein“
Die politische Wirklichkeit
Die Bewohner
Familien
Kinder, Kinder
Einzelpersonen und Paare
Familienfeste
Andere menschliche Begegnungen
Brauchtum, Handwerk und Landwirtschaft
Aus der Soldatenzeit
Ein paar Gedanken zum Zweiten Weltkrieg
Verschiedenes
Blick in die 1950er Jahre
Nachträge
Quellenangaben
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In Vorbereitung:
Foto-Bildband II "Das war Lammersdorf - die 1930er und 1940er Jahre"
voraussichtlich ab November 2009 erhältlich.
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In Vorbereitung:
"Die Zeit des Rosenkranzes - sechs Monate im Granatenhagel 1944/45"
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In Vorbereitung:
"Die Pocken - Chronologie einer Katastrophe im Winter 1962/63"
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In Vorbereitung:
"Wir Nachkriegskinder" - Kindheit und Jugend im
Schatten des Westwalls
Anders als in seinen bisherigen Veröffentlichungen befaßt sich Autor H. Jürgen Siebertz in seinem sechsten Buch zur Heimatgeschichte des Monschauer Landes weniger mit Berichten anderer Personen, sondern gibt in erster Linie seine eigenen Kindheitserinnerungen wieder. In lockerer Form schildert er, wie er die Kinder- und Jugendzeit in seinem Heimatort Lammersdorf erlebte. Er läßt die Vergangenheit wie ein Bilderbuch vor den Augen des Lesers lebendig werden. Immer wieder taucht in seinen Geschichten das graue Band der Höckerlinie mit den gesprengten, aber noch begehbaren Bunkern auf, wird die Nähe der todbringenden, überall umherliegenden Munition spürbar.
„Im Garten, dicht unter der alten Buchenhecke, liegen Gasmasken, Stahlhelme und jede Menge Gewehrpatronen. Natürlich weiß ich, daß man diese Dinge nicht anfassen darf, aber ich kann der Versuchung einfach nicht wiederstehen. Es scheint mir, als möchten die in Ketten aneinandergereihten Patronen unbedingt geöffnet und ihr Inhalt angezündet werden. Allein wage ich es nicht, aber mit Helmut, der immer mutiger ist als ich, will ich das Pulver herausbrechen und ein Feuerchen damit machen...“
H. Jürgen Siebertz berichtet vom heimlichen Belauschen der Kaffeeschmuggler, vom mannhaften Rauchen abgekauter Zigarrenstummel, von der verbotenen Schundliteratur und von der ersten, unerfüllt gebliebenen Jugendliebe. Er sieht sich selbst, wie er als Zehnjähriger auf einer alten Munitionskiste in der Werkstatt seines Onkels sitzt und im Licht einer Karbidlampe gebannt den Männern zuhört, die in der Nähe der Türe stehen:
“Ich sehe schemenhaft einige Gestalten und höre, wie sie sich unterhalten. Ich kenne sie alle, denn es sind Männer aus dem Dorf, die hastig rauchen, verschwiegen flüstern, beschwörend mit den Armen fuchteln. Es sind ihre Geschichten, die mich, den Sohn des Dorfmalers, immer wieder faszinieren. Eine Schnapsflasche ohne Etikett macht die Runde und es riecht furchtbar nach Karbid, Schweiß und Alkohol. Da ist die Rede von Spaten, die Köpfe zerteilen, von Handgranaten, die – wenn man sie nicht zum richtigen Zeitpunkt wegwirft – einem den Arm abreißen können. Alles ist so wahnsinnig spannend und ich kann nicht genug davon hören. Einer von ihnen, sie nennen ihn Pius, schaut ständig zur Türe, während er spricht. Er sagt etwas von Kaffeesäcken, Zöllnern und gefüllten Brieftaschen...“
Das neue Buch von H. Jürgen Siebertz ist eine Hommage an den Ort, in dem er seine Kinder- und Jugendjahre verbrachte. Es könnte – wie der Autor in seinem Vorwort sagt – eigentlich von jedem seiner Mitschüler, die in seinem Werk häufig zu Wort kommen – geschrieben werden. Es erzählt von einer Kindheit ohne Computer, Fernsehen und Mobilfunktelefon, aber von einer schier grenzenlosen Liebe zur Natur und Heimat. Es zeigt Werte auf, die als altmodisch und verpönt gelten. Aber sehnen wir uns nicht manchmal nach dieser beschaulichen, „guten alten Zeit“ zurück?
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Eigene Beiträge in Jahrbüchern „Das Monschauer Land“
- „Lammersdorfer 1576/77“ in: 1984, S. 50
- „Feuersturm über Lammersdorf“ in: 1984, S. 87
- „Die Geschichte einer Fahne“ in: 1984, S. 100 ff
- „Vereine, Träger der Dorfkultur“ in: 1984, S. 103
- „Lammersdorf im Jahre 1828“ in: 1984, S. 113
- „Mit Bibel, Schäferhund und Kamera“ in: 1984, S. 213 (in Kooperation mit Alois Mertens)
- „Wer findet seine Ahnen?“ in: 1985, S. 40
- „Lammersdorf, bitte aussteigen!“ in: 1985, S. 79
- „Das Bauernmuseum in Lammersdorf“ in: 1985, S. 101
- „Johann Radermacher 1894-1980“ in 1985, S. 130
- „Böse Buben im Drei-Kaiser-Jahr“ in: 1986, S. 104
- „Wasserleitungsgebühr 1912“ in: 1986, S. 105
- „Wer stiftete das Löns-Denkmal?“ in: 1986, S. 149
- „Die Segelflieger von Lammersdorf“ in: 1986, S. 153
- „Menschen wie Du und ich“ in: 1986, S. 158
- „Der Heimatverein Lammersdorf“ in: 1988, S. 130
- „Gel(i)ebtes Heimatmuseum” in: 1990, S. 76
- „Das Untier im Schwimmbur“ in: 1990, S. 168
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Eigene Beiträge in Tageszeitungen
Zu Beginn der 80er Jahre habe ich einige Serien zum Thema „Lammersdorfer Heimatgeschichte“ geschrieben, die hiesigen Tageszeitungen veröffentlicht wurden. Diese Beiträge (auch einzeln) können auf Wunsch als Kopie ausgegeben werden.
1. Erinnerungen an Lammersdorf
(Erscheinungszeitraum Dez. 1981 bis Juni 1982)
- Weihnachtstheater vor 50 Jahren
- Schneeräumdienst mit 4 PS
- fehlt
- Nur die kleine Kriegsglocke blieb
- Zur Blütezeit des Lammersdorfer Bahnhofs kamen bis zu 1.000 Reisende
- Pocken versetzten die Bürger in Angst
- Der Laimischter Karneval hat eine lange Tradition
- Lehrer Paul Lethen fühlte sich stets der Jugend verpflichtet
- Kinderkommunion Anno 1909
- Bereits vor dem 1. Weltkrieg wurde im Ort Fußball gespielt
2. Lammersdorfer Tagebuch – aufgeblättert von H. Jürgen Siebertz
(Erscheinungszeitraum 1982 bis Juli 1983)
- Chorproben bei geliehenem Petroleumlicht (Thema Kirchenchor)
- Mit schwerem Motorrad auf die Bühne (Thema Jünglingsverein)
- Kann der Musikverein „Harmonie“ wieder zum Leben erweckt werden? (Musikverein)
- Vor 74 Jahren stand die Schule lichterloh in Flammen (Schulwesen)
- Pfarrer Peter Schall: Nicht nur beim Karneval spürte jeder seinen Frohsinn
- Wer weiß etwas über diesen Verein? (Kameradschaftlicher Verein)
- 100 Jahre Lammersdorfer Hof
- Musikzug mußte sich unter dem Nazidruck auflösen (Trommel- und Pfeifencorps)
- Die freiwillige Feuerwehr wurde vor knapp 60 Jahren gegründet
- Vor 100 Jahren erstes Königsvogelschießen (Schützenverein)
- Es mußte sittsam zugehen (Jungfrauenkongreation)
- Mütter im Dienst der Kirche (Mütterverein)
3. „Op Platt jekallt“ – Mundartliches von H.Jürgen Siebertz
(Erscheinungszeitraum Winter 1983)
- Umgang mit der heimischen Mundart kann auch Schwierigkeiten bergen
- Ein Schwein wird geschlachtet
- Zu Weihnachten
- Zum Jahresanfang
- Auf Platt läßt es sich am besten schimpfen
4. Auf Spurensuche
(Erscheinungszeitraum Sommer 1989)
- Mit Spucke und sicherer Hand wird die Sense scharf gemacht
- Mit „Blääch, Schonnrääch und Jaffele“ ins Heu
- Die „Männchen“ standen gebunden im Feld
Anmerkung: Die jeweiligen Titel wurden von der Zeitungsredaktion formuliert und entsprechen nicht immer den inhaltlichen Aussagen meiner Berichte.
„Wenn Großvater erzählt...“
- vom Besenbinden
- von der Getreideernte
- vom Butter machen
- von der Heuernte
(Diese Schriftenreihe wurde nicht in den Tageszeitungen veröffentlicht, sondern kostenlos im Bauernmuseum Lammersdorf an interessierte Besucher verteilt.)
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